Die Chronik der BG

Die Geschichte der Behinderten-Gemeinschaft Bonn

Leichte Sprache

Im Jahr 1975 gibt es einen Arbeits-Kreis.
Der Arbeits-Kreis heißt Haus der Behinderten.
Die Menschen in dem Arbeits-Kreis haben geholfen
Freizeit-Angebote im Gustav-Heinemann-Haus zu machen.
Das Gustav-Heinemann-Haus ist in Neu-Tannenbusch in Bonn.

Im Jahr 1976 haben die Mitglieder aus dem Arbeits-Kreis überlegt
dass Sie einen Verein gründen wollen.
Der Verein sollte für alle Menschen mit Behinderung in Bonn sein.
Und für alle Menschen im Gustav-Heinemann-Haus.
Jeder Mensch mit Behinderung
und jeder Verein kann sich dort im Büro beraten lassen.
Der Arbeits-Kreis mit dem Namen Haus der Behinderten hat einen neuen Namen.
Der Arbeits-Kreis heißt jetzt Behinderten-Gemeinschaft Bonn.

Im Jahr 1978 zieht das Büro vom Arbeits-Kreis Behinderten-Gemeinschaft Bonn um.
Der Arbeits-Kreis zieht in das Margarethe-Grundmann-Haus.

Im Jahr 1987 wird ein Büro im Gustav-Heinemann-Haus eingerichtet.
In diesem Büro werden Menschen mit Behinderung beraten.

Zwischen den Jahren 1994 und 1999 passieren sehr viele Dinge.
Der Arbeits-Kreis Behinderten-Gemeinschaft Bonn zieht im Jahr 1997 wieder um.
Der Arbeits-Kreis hat sein Büro wieder im Gustav-Heinemann-Haus.
Im Jahr 1998 wird aus dem Arbeits-Kreis Behinderten-Gemeinschaft Bonn
ein Verein.

Der Verein setzt sich für Menschen mit Behinderung
und für Menschen mit chronischen Krankheiten ein.
Chronische Krankheiten sind Krankheiten
die immer wieder kommen oder nicht mehr aufhören.
Ein Verein muss Menschen haben
die sich um die Arbeit kümmern.
Diese Menschen nennt man Vorstand.
Der Vorstand wird immer von allen Mitgliedern im Verein gewählt.

Im Jahr 2000 hat der Verein Behinderten-Gemeinschaft Bonn sein Büro
im Heinz-Dörks-Haus in Bonn.
Im Heinz-Dörks-Haus ist auch der Verein intra.
In diesem Verein arbeitet die Behinderten-Gemeinschaft mit.

Im Jahr 2003 wird ein neuer Vorstand gewählt.
Der kümmert sich um die Arbeit
in dem Verein Behinderten-Gemeinschaft Bonn.

Im Jahr 2005 passiert etwas ganz Besonderes.
Der Verein Behinderten-Gemeinschaft Bonn bekommt eine wichtige Aufgabe.
Die Politiker der Stadt Bonn entscheiden
dass der Verein Behinderten-Gemeinschaft Bonn die Behinderten-Beauftragte wird.
Die Behinderten-Beauftragte in einer Stadt ist meistens
ein Mann oder eine Frau.
Die Behinderten-Beauftragte setzen sich für die Rechte
aller Menschen mit Behinderung ein.
In Bonn ist das nicht ein Mann oder eine Frau
die als Behinderten-Beauftragte arbeiten.
In Bonn gibt es den Verein Behinderten-Gemeinschaft Bonn
der die Aufgabe der Behinderten-Beauftragten macht.
Das Tolle in Bonn ist
dass es nicht nur einen Mann oder eine Frau gibt.
Bei uns sind es viele Menschen mit und ohne Behinderung
oder mit chronischen Krankheiten.
Sie setzen sich gemeinsam für die Menschen mit Behinderung in Bonn ein.

Im Jahr 2006 feiert die Behinderten-Gemeinschaft Bonn ihren Geburtstag.
Der Verein wird dreißig Jahre alt.

Im Jahr 2010 stirbt Christian Joachimi.
Er war im Vorstand vom Verein Behinderten-Gemeinschaft Bonn.
Christian Joachimi hat sich sehr für die Rechte
der Menschen mit Behinderung eingesetzt.
Er hat viel bewegt.
Er hat an dem neuen wichtigen Papier in der Stadt Bonn mit gearbeitet.
Er hatte viele wichtige Ideen.
Deshalb sind viele Menschen traurig
dass er gestorben ist.

Das wichtige Papier ist das Inklusions-Papier der Stadt Bonn.
Es heißt Behinderten-Politischer-Teilhabeplan.
Das wichtige Papier soll allen Menschen in Bonn dabei helfen
die Stadt für Menschen mit Behinderung zu verbessern.
Alle Menschen gehören in unserer Stadt dazu
und jeder soll da mitmachen können
wo er möchte.
Wenn alle dazu gehören
dann nennt man das Inklusion.

Im Jahr 2012 werden wieder neue Menschen in den Vorstand
vom Verein Behinderten-Gemeinschaft Bonn gewählt.

Im Jahr 2014 zieht das Büro von der Behinderten-Gemeinschaft Bonn um.
Sie ziehen in die Oppelner-Straße in Tannenbusch.
Es werden wieder neue Menschen in den Vorstand
vom Verein Behinderten-Gemeinschaft Bonn gewählt.

Im Jahr 2016 feiert der Verein Behinderten-Gemeinschaft Bonn wieder Geburtstag.
Der Verein wird vierzig Jahre alt.

Im Jahr 2017 werden neue Menschen in den Vorstand
vom Verein Behinderten-Gemeinschaft Bonn gewählt.

Im Jahr 2018 werden neue Menschen in den Vorstand
vom Verein Behinderten-Gemeinschaft Bonn gewählt.
Es werden viele Projekte gemacht.
Zum Bespiel gibt es ein Projekt vom Verein Abenteuer Lernen.
Abenteuer Lernen setzt sich dafür ein
dass Kinder mit Behinderung bei Freizeit-Angeboten mitmachen können.
Der Verein Behinderten-Gemeinschaft Bonn unterstützt dieses Arbeit.

Es gibt auch noch ein anderes großes Projekt in Bonn.
Der Reuterpark ist ein hässlicher und alter Park.
Der Park soll neu gemacht werden
damit Menschen mit und ohne Behinderung dort hingehen können.
Und dass Kinder und Erwachsene dort spielen können
oder Sport machen können.
Das Projekt nennt man Leucht-Turm-Projekt.
Das Projekt heißt so
weil es ein ganz besonderes und einmaliges Projekt in Bonn ist.

Im Jahr 2019 macht der Verein Behinderten-Gemeinschaft Bonn eine Veranstaltung.
Die Veranstaltung heißt Zukunfts-Konferenz.
Das heißt,
alle Menschen aus dem Verein treffen sich zu einem Seminar.
Sie haben ganz viele Ideen gesammelt.
Was man zum Beispiel neu machen kann im Verein.
Und sie haben gemeinsam überlegt
wie es weitergeht mit der Arbeit im Verein.
Über die Ergebnisse haben sie mit der Stadt Bonn gesprochen.

Die Stadt Bonn hat auch überlegt
wie es mit dem Verein weitergeht.
Sie haben mit Politikern darüber gesprochen
ob der Verein Behinderten-Gemeinschaft Bonn seine Arbeit gut macht.
Ob sie eine gute Behinderten-Beauftragte sind.
Die Politiker haben dem Verein Behinderten-Gemeinschaft Bonn
neue Aufgaben gegeben.
Damit der Verein besser werden kann.
Ein neuer Vorstand vom Verein ist dann gewählt worden.
Sie müssen jetzt an den neuen Aufgaben arbeiten.

Im Jahr 2020 hat sich der Vorstand Verstärkung geholt.
Sie haben jetzt eine Frau.
Sie ist die Geschäftsführerin im Verein.
Gemeinsam mit dem Vorstand
und gemeinsam mit den Menschen im Verein arbeitet sie an den neuen Aufgaben.
Zum Beispiel auch an dem Inklusions-Papier von der Stadt Bonn.
Dem Behinderten-Politischen-Teilhabe-Plan.
Das Inklusions-Papier wird neu gemacht im Jahr 2020.
Es sollen wieder neuen Ideen dazu kommen.

1975

Ursprung der Behinderten-Gemeinschaft Bonn – abgekürzt BG – ist der Arbeitskreis „Haus der Behinderten“, dessen konstituierende Sitzung am 09.02.1975 in den Werkstätten für Behinderte in Bornheim-Hersel stattfand. Der Arbeitskreis hatte den Zweck, den Freizeitbereich des geplanten „Hauses der Behinderten“ (das heutige Gustav Heinemann Haus in Bonn Neu-Tannenbusch) mit zu konzeptualisieren.

1976

In der Sitzung dieses Arbeitskreises am 26.04.1976 in Hersel formten sich die ersten Gedanken zur Gründung eines losen Zusammenschlusses aller Behindertenverbände in Form einer Arbeitsgemeinschaft. Teilnehmer an dieser Sitzung waren: Frau Thomae, Herr Dr. Greza, Herr Prof. Dr. Heyland, Herr Wetzel, Herr Ludwig und Herr Dr. Aengenendt.

Der angedachte Zweck der BG war die Wahrnehmung der Beteiligungsrechte der Behinderten im Haus der Behinderten. Außerdem sollte sie eine ergänzende Schaltstelle der Behindertenvereine, ohne dass dadurch die Behindertenarbeit der Einzelvereine tangiert wurde, darstellen. Ein gemeinsames Kontaktbüro im Gustav-Heinemann-Haus war geplant, der Name sollte „Behindertengemeinschaft im Haus der Behinderten“ lauten. Die BG sollte offen für alle örtlichen Behindertenvereine und in der Behindertenarbeit Tätigen sein. Bereits damals wurde angedacht, hieraus eine Vertretung zu wählen, die vom Trägerverein Haus der Behinderten in den Vorstand berufen werden sollte. Diese Gedanken wurden durch Herrn Dr. Aengenendt weiterentwickelt. Er entwarf ein Nutzungskonzept für den Freizeitbereich im Haus der Behinderten in dem die Aufgabe einer Behinderten-Gemeinschaft beschrieben ist.

Am 14.09.1976 fand in Hersel ein Kontaktgespräch zur eventuellen Gründung der BG statt, indem ein Satzungsentwurf diskutiert wurde. Wichtig war allen Teilnehmern an diesem Gespräch die koordinierende Funktion des Vereins für die gemeinsamen Interessen der Einzelverbände.In diesem Gespräch entschied man sich vorerst doch gegen eine formelle Vereinsgründung zu Gunsten eines Zusammenschlusses mit Kooperationsvereinbarungen. Die Gründungsversammlung der BG als loser Zusammenschluss fand am 29.11.1976 statt.

1978

Aufgrund verschiedener Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit dem Trägerverein des Hauses der Behinderten wurde in den Sitzungen am 29.05. und 25.09.1978 eine Loslösung vom Gustav-Heinemann-Haus beschlossen und der Sitzungsort vom Gustav-Heinemann-Haus in das Margarete-Grundmann-Haus verlegt.

1987

Als Folge einer Sitzung im Margarete-Grundmann-Haus mit Herrn Liminski, Herrn Prof. Dr. Heyland, Frau Daub und Herrn Erg (Blindenverein) Mitte der achtziger Jahre wurde die Behindertenberatungsstelle im Gustav-Heinemann-Haus eingerichtet. Erst im Jahre 1987 wurde als Sitzungsort der BG wieder das Gustav-Heinemann-Haus gewählt.

1991-1994

Der langjährige Sprecher der BG Herr Dr. Aengenendt verstarb am 28.10.1991. In einer Sitzung am 10.12.1991 übernahm Herr Christian Joachimi das Sprecheramt. In der Zeit von 1992 – 1994 baute er die Zusammenarbeit der Verbände aus. Es gab Ansprechpartner in den Ämtern der Stadtverwaltung und Fachsprecher der BG.

1994-1999

Nachdem er dieses Amt aus familiären Gründen im November 1994 niedergelegt hatte, wurde als neue Sprecherin Frau Lehning-Fricke gewählt. Zwischen 1994 und bis zu ihrem Weggang in 1999 waren die wichtigsten Etappen:

  • Erstes Büro in der Dorotheenstraße, auf der Etage des Blindenvereins Bonn
  • Bürogemeinschaft mit der Multiple-Sklerose-Vereinigung Bonn in der Goetheallee, einer behindertengerecht ausgestatteten Etage, in der auch der Verein Hilfe für psychisch Kranke und der VdK Ortsverein Beuel seine Räume hatte.
  • 1997 Umzug in ein neu eingerichtetes Büro im Gustav-Heinemann-Haus und Einstellung einer hauptamtlichen Kraft.
  • 1998 Eintragung der Behinderten-Gemeinschaft Bonn im Vereinsregister.
    Die Interessenvertretung behinderter und chronisch kranker Menschen entwickelte sich stetig weiter. Neben dem bewährten Jour-fixe mit den Stadtwerken und dem Tiefbauamt gab es die Politikergespräche, projektorientierte Treffen mit den zuständigen Verwaltungsbeamten, Pressegespräche und Öffentlichkeitsarbeit auf Ausstellungen und Veranstaltungen, wie dem Selbsthilfetag und ähnliches mehr.

Wichtige Erfolge waren:

  • der fortlaufende behindertengerechte Ausbau der Haltestellen des ÖPNV
  • die Einführung der automatischen Haltestellenansage in Bussen und Straßenbahnen
  • die Verbesserung der Orientierung durch kontrastreiche Gestaltung in Bus und Bahn
  • Verbesserungen im behindertengerechten Um- und Ausbau von Wohnungen, Kindergärten und Krankenhäusern
  • die Verbesserung der Haltestellenansagen
  • Behindertenfreundliche Verbesserung in Schwimmbädern

Grundsätzliches wurde mit zwei Stadtratsbeschlüssen erreicht, die die Einbeziehung der BG bei allen relevanten Vorhaben der Stadt sichern sollen. Mit Bürgeranträgen wurden Forderungen der BG gestützt und erfolgreich durchgesetzt, so der Beitritt der Stadt Bonn zur Erklärung von Barcelona: Die Stadt und ihre Behinderten.

Die BG ist vertreten im Fahrgastbeirat der Stadt Bonn und stellt ein sachkundiger Bürger im Sozialausschuss der Stadt. Sie BG pflegt den Kontakt zur Selbsthilfekontakt – und Informationsstelle des DPWV (Sekis) und ist assoziiertes Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Behinderter NRW (LAG SH NRW).

Die Gründung der BG als eingetragener Verein (Gründungsversammlung am 28.01.1998) am 02.06.1998 durch Eintragung in das Vereinsregister war ein Meilenstein in der bisherigen Entwicklung. Mit einem Vorstand, der ein Spiegel der Interessenvertretung behinderter und chronisch kranker Menschen ist, gelang es, die vielfältigen Aufgaben mit Kompetenz zu erfüllen. Das alle 2 – 3 Monate stattfindende Forum ist für alle für das Ziel einer effektiven Interessenvertretung behinderter Menschen Engagierten offen, an dem Vorstand, Fachsprecher und andere Aktive Rede und Antwort stehen sowie anstehende Aktivitäten abgestimmt werden.

2000

Nach dem Wegzug von Frau Lehning-Fricke übernahm der zweite Vorsitzende des Vereins Wolfgang Siebert zusammen mit Prof. Dr. Klaus-Ulrich Heyland den Vorsitz im Rahmen eines Mitgliederbeschlusses erst einmal als verlängerte Amtszeit. Auf der Mitgliederversammlung vom 25.10.2000 im Gustav-Heinemann-Haus wurden beide Herren dann offiziell zum 1. und 2. Vorsitzenden und Herr Hufschlag als Kassenführer sowie alle drei auf der Mitgliederversammlung am 27.03.2002 in ihren Ämtern bestätigt. 

Damals hatte die BG ihre Geschäftsstelle noch auf der Joachimstraße im Heinz-Dörks-Haus, in der sich ihre damalige Tochtergesellschaft, die INTRA gGmbH immer noch befindet.

2003

Am 02.04.2003 wurden Christian Joachimi (ehemaliger Sprecher der BG) als 1. und Christian Schnitzler als 2. Vorsitzender gewählt. Auf der Mitgliederversammlung vom 22.10.2003 wird Helga Wallasch als 2. Vorsitzende bestimmt. Von der Mitgliederversammlung am 24.03.2004 wurden Christian Joachimi, Helga Wallasch und Herr Hufschlag in ihren Ämtern bestätigt sowie Frau Constanze Wörner zur Schriftführerin gewählt.

2005

Die Entscheidung von Herrn Philipp Hufschlag, sich mehr um seine Familie kümmern zu wollen, löste 2005 die Neubesetzung wichtiger Positionen innerhalb der BG aus. Herr Hufschlag war seit der Gründung des e.V. Kassenführer und zu diesem Zeitpunkt seit ca. 10 Jahren Fachsprecher der BG, d.h. Ansprechpartner für die Stadt Bonn, zu den Themen ÖPNV, Verkehr und Tiefbau sowie Personalverantwortlicher für die Mitarbeiter der BG. Am 09.03.2005 wurde daher Herr Dr. Joachim Wallasch als neuer Kassenführer gewählt. Im August 2005 zog die Geschäftsstelle der BG erneut in das Gustav Heinemann Haus in Räumlichkeiten auf der 2. Etage ein.  

Der 07.09.2005 ist für die BG ein wichtiges Datum, denn an diesem Tag wurde die BG durch Beschluss des Rates der Bundesstadt Bonn zur Behindertenbeauftragten der Bundesstadt Bonn ernannt. Seit diesem Tag basiert die Arbeit der BG nun auch auf dem Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung und zur Änderung anderer Gesetze NW, kurz BGG NW genannt.

Durch diese Änderung ist die Mitwirkung der BG gesetzlich z.B. im Bauplanungsverfahren verankert. Alle Neubauprojekte der Stadt Bonn müssen von der BG auf Einhaltung aller Vorschriften für barrierefreies Bauen geprüft werden. Im Bereich des Verkehrs, wo GVFG (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz)-Gelder fließen, muss ein Protokoll mit der BG abgestimmt werden. Wenn nicht barrierefrei gebaut wird und die BG dem Protokoll nicht zustimmt, könnten Landeszuschüsse verwehrt werden. 

Das ebenfalls durch den Rückzug von Herrn Philipp Hufschlag vakante Amt eines Fachsprechers für den Bereich ÖPNV, Verkehr und Tiefbau konnte die BG dann bereits im November 2005 neu besetzen. Mit Herrn Peter Wimmers konnte ein engagierter Bonner Bürger, als Rollstuhlfahrer selbst betroffen, für das überaus wichtige Amt gefunden werden. Inzwischen werden diese Aufgaben von einem gemischten Team aus unterschiedlich schwerbehinderten und nicht davon betroffenen Menschen unter Führung der Herren Johannes Wiedemann und Hans-Joachim Hachenberger wahrgenommen. 

2006

Zeitgleich wurde für die BG BONN eine neue Satzung verabschiedet. 

Die BG BONN gab ihre Anteile an der INTRA gGmbH an die evangelische  Axenfeldt Gesellschaft ab. 

Am 26. November 2006 feierte die BG ihren 30. Geburtstag gerechnet seit der Gründung des losen Zusammenschlusses. 

2008

Auf der Mitgliederversammlung am 12.03.2008 wurden der Vorsitzende und die Stellvertreterin erneut für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Für das Amt des Kassenführers wurde Herr Dipl.-Ing. Jochen Märtl gewählt. Aus gesundheitlichen Gründen hatte Herr Köhne nicht mehr kandidiert. In dieser Sitzung wurde die Bestellung von Frau Constanze Wörner zur Geschäftsführerin bestätigt.

2010

Zu unser aller Bedauern verstarb Herr Christian Joachimi am 26. Oktober 2010 plötzlich und unerwartet und es begann die Suche nach einem neuen, einer neuen  Vorsitzenden. Herr Joachimi war maßgeblich am Prozess der Erstellung des Behindertenpolitischen Teilhabeplans beteiligt. Teilhabeplan der Bundesstadt Bonn wird das Inklusionspapier der Bundesstadt Bonn, basierend auf der UN Konvention der Rechte von Menschen mit Behinderungen. Der Behindertenpolitische Teilhabeplan steht für gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in der Gemeinde und fördert mit 111 Handlungsempfehlungen die Umsetzung der Inklusion in unserer Stadt. Die BG ist bis heute an der Umsetzung und Begleitung der Prozesse beteiligt und gehört dem Projektbeirat des Behindertenpolitischen Teilhabeplans an.

2012

Auf der Mitgliederversammlung am 11.12.2012 wurde ein neuer Vorstand gewählt – die Herren Roland von Barton, Claus Parlow und Wilfried Ring. Herr von Barton schied weniger später aus persönlichen Gründen aus.

2014

Am 02.04.2014 wurden Herr Claus Parlow zum Vorsitzenden, Herr Wilfried Ring zum Stellvertretenden Vorsitzenden und Frau Ulrike Graepp zum weiteren Mitglied in den  Vorstand gewählt. 

Am 01.07.2014 zog die Geschäftsstelle der BG BONN um in die Oppelner Straße 130 in 53119 Bonn. 

Herr Parlow gab aus persönlichen Gründen zum Jahresende 2014 sein Vorstandsmandat zurück.

2015-2016

Die Geschäftsführerin schied zum Ende Januar 2015 aus. Damit am 27.03.2015 ein neues Vorstandsteam bestehend aus Herrn Wilfried Ring, Frau Ulrike Graepp und Herrn Hans-Hermann R. Heyland mit einer vollen Amtsperiode gewählt werden konnte, stellten die beiden verbleibenden Vorstände ihre Mandate zur Verfügung.  

Im Jahr 2016 feiert der Verein seinen vierzigsten Geburtstag mit einer Veranstaltung im Heinz-Dörks-Haus.

2017

Im Oktober 2017 wurde ein neuer Vorstand gewählt, bestehend aus Claus Parlow. 1. Vorsitzender, Marco Thoma stellvertretender Vorsitzender und Andrea Elsmann als Mitglied des Vorstands.

2018

Im Januar 2018 veränderte sich nach dem Rücktritt Frau Elsmanns aus beruflichen Gründen und der Entscheidung Herrn Thomas, sich für die Geschäftsführung zu bewerben, die Zusammensetzung des Vorstandes erneut. Frau Marion Frohn wurde als zweite Vorsitzende und Herr Wolfgang Glöckner als drittes Mitglied in den Vorstand gewählt.

Der neue Vorstand und die Geschäftsführung Herr Thoma strukturierten gemeinsam die Sitzungskultur des Vereins um und entschieden gemeinsam mit den Mitgliedern, die viermal jährlich stattfindenden Forumssitzungen umzugestalten und Mitglieder mit ihren Themen regelmäßig zu Wort kommen zu lassen.

Ziel der Umgestaltung war es, den Dialog zwischen den Mitgliedern zu erhöhen und die Forumssitzungen interaktiv zu gestalten. Im Jahr 2018 unterstützte die Behinderten-Gemeinschaft Bonn in Vorträgen und durch Netzwerkarbeit das Aktion Mensch Projekt Abenteuer Lernen. Es ist ein Projekt zur Förderung inklusiver Freizeitangebote von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung. Ebenso werden Fachvorträge und Seminare rund um das Thema Inklusion, Teilhabe und Barrierefreiheit unterstützt. Das Projekt dauert bis 2019 und wird mit einem Folgeantrag für weitere zwei Jahre fortgeschrieben.

Weitere Projekte, die durch die Behinderten-Gemeinschaft Bonn unterstützt wurden, waren das Projekt „Ein Platz für Alle“, das durch eine gleichnamige Initiative gemeinsam mit dem Sport- und Bäderamt an der Neugestaltung des Reuterparks arbeitet. Ein Antrag auf kommunale Fördermittel wurde inhaltlich unterstützt und führte 2019 zur erfolgreichen Bewilligung. Das Projekt „Ein Platz für Alle“ wird als ein inklusives Leuchtturmprojekt mit seinem ersten Bauabschnitt in 2020 in Bonn umgesetzt.

2018 hat sich die Behinderten-Gemeinschaft Bonn auch an einem internationalen Seminar mit der kommunalen Partnerstadt Ramallah, Palästina beteiligt. Ziel des internationalen Austauschs „Connective Cities“ waren die Themen; Garden of senses (ein Projekt zur inklusiven Gestaltung von Parks in Ramallah, analog zum Projekt „Ein Platz für Alle“ und das Modell der Behindertenbeauftragten in Bonn mit der Behinderten-Gemeinschaft vorzustellen.

Ende 2018 schied der Geschäftsführer Herr Marco Thoma aus der Behindertengemeinschaft aus. Eine Nachbesetzung sollte erst nach Ablauf der durch die Bundesstadt Bonn geforderte Zukunftskonferenz diskutiert werden, die der Neuausrichtung der Behinderten-Gemeinschaft galt. Anfang 2019 verstarb das geschätzte Vorstandsmitglied Herr Wolfgang Glöckner plötzlich und unerwartet.

2019

Am 27. April 2019 fand die Zukunftskonferenz der BG Bonn unter der Moderation des Referenten Norbert Körschgen statt. Die Mitglieder erarbeiteten viele Ergebnisse zur Gestaltung der Zukunft der Behinderten-Gemeinschaft Bonn und entscheidend war das allgemeine Votum der Mitglieder, an der Rolle der Behindertenbeauftragten im Zusammenschluss eines Vereins festzuhalten. Die Ergebnisse wurden in einer weiteren Sitzung am 29. Mai 2019 mit einem Teil der Mitglieder bearbeitet.

Die Entscheidung der Bundesstadt Bonn und der Politik, die Rolle der Behindertenbeauftragten weiterhin dem Verein zu übertragen, basierte auf den Ergebnissen der Zukunftskonferenz mit den Mitgliedern und der Auswertung der Arbeit des Vorstandes und der Geschäftsführung und den daraus resultierenden Vorschlägen zur Professionalisierung der Tätigkeiten des Vorstands. Die Entscheidung der Politik fiel nicht ohne einige kritische Auflagen, bestehende Strukturen und die Qualität der BG Bonn zu optimieren und gemeinsam mit den Mitgliedern öffentlich sichtbar an Inklusionsthemen zu arbeiten.

Am 13. November 2019 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Herr Sandór Krönert ist erster Vorsitzender, Herr Arne Siebert Stellvertreter und Frau Severine Profitlich als Mitglied des Vorstands. Der Vorstand entschied sich, zwei weitere Mitglieder zur Unterstützung der Fachlichen Themen zu kooptieren. Herr Michael Fischell und Herr Marcus Eichhorn unterstützen das Vorstandsteam. Herr Fischell verfügt über ein langjähriges Engagement als Koordinator für das Thema Flucht, Behinderung und Gesundheit und bringt sich mit seiner Erfahrung im Bereich der Kommunalpolitik und dem Thema Migration und Inklusion in den Vorstand ein. Herr Marcus Eichhorn unterstützt den Vorstand mit seinen Fachkenntnissen zur Öffentlichkeitsarbeit und Betriebswirtschaft. Im Dezember 2019 entscheidet sich der Vorstand, eine Geschäftsführung einzustellen.

2020

Frau Marion Frohn wird von ihrer langjährigen Tätigkeit bei der Lebenshilfe Bonn abgeworben und am 22. Januar 2020, mit dem Einverständnis der Mitglieder auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung, als Geschäftsführerin, eingestellt. Herr Arne Siebert gibt auf dieser Mitgliederversammlung, aus persönlichen Gründen, seinen Rücktritt aus dem Vorstandsamt des Stellvertreters zurück. Die Behinderten-Gemeinschaft Bonn wird im Jahr 2020, gemeinsam mit ihren Mitgliedern, maßgeblich an der Fortschreibung des Behindertenpolitischen Teilhabeplans mitwirken.

September 2021

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